Wir sind Basisgruppe des
Wir sind eine von über 280 Basisgruppen in Deutschland. Als Basisgruppe führen wir Aktionen, z.B. zur Nacht der Solidarität, WeltAIDStag, Global Found u.a. durch - und freuen uns auf Mitstreiter!
Diese Basisgruppen und über 100 Nichtregierungsorganisationen der Aids -und Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland, die in unterschiedlicher Art und Weise an dem Thema HIV/Aids arbeiten. Ziel ist es, gemeinsam einen Beitrag zur Bewältigung der globalen HIV/Aids-Pandemie zu leisten.
Durch diesen Zusammenschluss wird Fachwissen gebündelt und somit Synergien erzielt, die den gemeinsamen Forderungen über die breite Öffentlichkeit hinaus Nachdruck verleihen.
Im politischen Dialog appelliert das Aktionsbündnis gegen AIDS immer wieder an die Bundesregierung, ihre Versprechen zu halten. Im speziellen soll Deutschland zusätzliche Mittel für die weltweite Aids-Prävention und Behandlung bereitstellen. Das Bündnis fordert die Umsetzung der Zusagen, denn die Bundesregierung darf sich der Verantwortung im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids nicht entziehen.
Das Leben von Millionen Menschen in den wirtschaftlich armen Ländern steht auf dem Spiel, denn HIV Infektionsraten von über 10 Prozent verursachen nicht nur enormes individuelles Leid sondern machen jeglichen Entwicklungsfortschritt der letzten Jahrzehnten zunichte. Die durchschnittliche Lebenserwartung im südlichen Afrika sank durch HIV/Aids um bis zu 25 Jahre und ist nun in einigen Ländern auf dem Stand von 1950.
Die Bekämpfung von HIV/Aids steht inzwischen weit oben auf der Agenda der internationalen Staatengemeinschaft. So ist der Zugang zu Aids-Therapie Bestandteil der Millenniumsziele der Vereinten Nationen. Für die Umsetzung des Zieles ist es u. a. notwendig, dass die lebenswichtigen Aids-Medikamente auch für arme Bevölkerungsgruppen bezahlbar werden.
Deshalb hat das Aktionsbündnis die Kampagnen
LEBEN IST EIN MENSCHENRECHT
und

gestartet. Führende Pharmakonzerne werden aufgefordert ihre Patentanträge auf neue HIV/Aids-Medikamente in Indien zurückzunehmen, damit die Produktion preiswerterer Nachahmerprodukte nicht weiter eingeschränkt wird. Diese so genannten Generika sind nicht nur für die Versorgung der an Aids Erkrankten in Indien notwendig, sondern für alle Länder des Südens, die von der Pandemie betroffen sind.
Angesichts fast 7000 Neuinfektionen täglich, erscheint eine nachhaltige Entwicklung der von HIV besonders betroffenen Länder und Regionen immer aussichtsloser. Eine Umkehrung dieser bislang anhaltenden negativen Entwicklung kann gelingen. Aber es bedarf neuer und ernst gemeinter Anstrengungen von internationaler Staatengemeinschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Eine weitere - die aktuelle Kampagne - ist "in 9 Monaten" in der die Mutter-zu-Kind-Übertragung des HI-Virus behandelt wird.
Jedes Jahr infizieren sich rund 400.000 Neugeborene durch die Übertragung des HI-Virus der eigenen Mutter. Wird eine HIV-positive Frau vor der Geburt ihres Kindes behandelt, sinkt das Ansteckungsrisiko auf 2 Prozent. Die Staatengemeinschaft hatte beschlossen, bis Ende 2010 allen Menschen den Zugang zu Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung zu ermöglichen. Um das zu erreichen, muss noch viel getan werden!
Diese Kampagne läuft noch bis zum WeltAIDStag (1.12.) 2011.
Erfolge
Gemeinsam können wir viel bewegen und haben schon einiges erreicht. Dabei ist jeder an seinem Platz wichtig und leistet wertvolle Arbeit - vom Ehrenamtlichen, der MitbürgerInnen die Sache mit den Patenten erklärt und Unterschriften sammelt bis zum Lobby-Spezialisten, der im direkten Gespräch mit der Bundesregierung mehr Geld für die Bekämpfung von HIV und Aids fordert.
Hier einige der Erfolge, die sicherlich nicht nur durch uns, aber ganz sicher auch nicht ohne uns erreicht wurden:
Der finanzielle Beitrag der Bundesregierung zur Finanzierung von HIV/Aids Programmen ist 2008 deutlich höher als in den Vorjahren, liegt aber noch weit hinter dem anderer Länder.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat einen Aktionsplan zur Bekämpfung von HIV/Aids veröffentlicht. Dort sind wichtige Handlungsvorgaben zur weltweiten Bekämpfung der Pandemie benannt. Mit seiner Fachkompetenz konnte das Aktionsbündnis diesen Plan in wichtigen Punkten beeinflussen.
Teile der Bundesregierung und Parlamentarier sind sich der Bedeutung der patentrechtlichen Fragen, einschl. der TRIPS-Abkommen, für die Medikamentenversorgung bewusst und unterstützen Alternativen zum bestehenden Patentrecht, wie z.B. Patentpools.
Die sieben führenden im G8-Prozess zusammengeschlossenen Industrieländer haben 60 Milliarden Dollar zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose und zur Stärkung der Gesundheitssysteme in Afrika zugesagt.
Führende Pharmakonzerne sehen durch Kritik und Aktionen im öffentlichen Raum zunehmend die Notwendigkeit, darauf zu reagieren. So hat beispielsweise Boehringer Ingelheim inzwischen ein sogenanntes ‚non-assert agreement’ mit einer Reihe von Ländern geschlossen, in denen das Unternehmen keine Patente einfordern wird. Gespräche mit verschiedenen Pharmakonzerne haben dazu beigetragen, dass in einigen Ländern die Kosten für die Präparate gesenkt wurden. Von Seiten der Pharmaindustrie gibt es Gesprächsbereitschaft mit VertreterInnen des Aktionsbündnisses.



