Der HIV-Test (Antikörpertest/Virusnachweis) kann ANONYM und KOSTENLOS*
bei folgenden Gesundheitsämtern gemacht werden (Stand: 08.04.2010):

* Zum Teil - bei über HIV-Test hinaus stattfindenden Tests z.B. für Hepaptitis usw. können Gebühren en
tstehen!



Hinweis: Es dauert ca. 1 Woche, bis das Ergebnis eines HIV-Tests vorliegt.

Gesundheitsamt
Schwarzwald-Baar-Kreis
Gebäude & Raum: Schwenninger Straße 2 Villingen-Schwenningen, 211

Anonyme AIDS-Beratung

• Immer Donnerstags von 14.00 bis 17.30 Uhr; Keine Terminvereinbarung notwendig, Bitte melden Sie sich an der Infothek
• Ansprechpartnerin: Frau Ritter, Tel. 07721/913-7167
• Der AIDS-Test sowie die Beratung sind anonym und kostenlos
• Das Testergebnis liegt dem Gesundheitsamt eine Woche nach der Blutentnahme vor
und kann während den Sprechzeiten der AIDS-Beratung (Do. 14.00 bis 17.30 Uhr) abgeholt werden.

• Folgende Untersuchungen können entweder als „Untersuchungspaket“ oder
als Einzeluntersuchung kostenpflichtig angefordert werden: Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Lues und Syphilis

Ihr Ansprechpartner / Ihre Ansprechpartnerin: Tatjana Ritter
Telefon: +49 7721 / 913 - 7167
E-Mail: t.ritter@Lrasbk.de


Gesundheitsamt

Kreis Rottweil
Bismarckstr. 19, 78628 Rottweil
Frau Claudia Stahl, Tel.: 0741 - 17445-38 oder 0741 - 17445-0
Mo - Do 08:00 - 11:30 Uhr und 14:00 - 17:30 Uhr
Fr         08:00 - 11:30 Uhr (keine Terminvereinbarung notwendig!)


Gesundheitsamt (Amt42)
Kreis Tuttlingen
Luginsfeldweg 15, 78532 Tuttlingen
Frau Martha Gassner, Tel.: 07461 - 9264-204
Nach Terminabsprache

Ein HIV-Test zeigt, ob eine HIV-Infektion vorliegt oder nicht. Die heute üblichen Testverfahren suchen nach HIV-Antikörpern im Blut (Antikörpertest) oder direkt nach dem Virus (Virusnachweis). Nach einer Ansteckung mit HIV können Antikörper oftmals schon nach drei bis sechs Wochen, in der Regel aber spätestens nach drei Monaten zuverlässig nachgewiesen werden.     Will man nach einem Risikokontakt ausschließen, dass man sich mit HIV infiziert hat, sollte man daher drei Monate bis zu einem Test warten. Dagegen lässt sich eine Ansteckung schon deutlich früher nachweisen, z.B. mit einem so genannten PCR-Test oder in HIV-Antikörpertests der neuesten Generation.

Werden HIV-Antikörper nachgewiesen, bedeutet dies, dass eine HIV-Infektion vorliegt. In diesem Fall lautet das Testergebnis "positiv". Wenn keine HIV-Infektion nachgewiesen wurde, heißt das Ergebnis "negativ".
Ein positives Testergebnis sagt übrigens nichts darüber aus, ob und wann jemand an Aids erkranken wird. Die häufig gehörte Bezeichnung "Aids-Test" ist daher falsch.

Wann zum Test?

Es gibt viele Gründe sich testen zu lassen: Gewissheit angesichts einer befürchteten Ansteckung, Wunsch nach ungeschütztem Sex in der Partnerschaft, Kinderwunsch, möglichst frühzeitige Nutzung der Therapiemöglichkeiten, die Abklärung von Krankheitszeichen wie anhaltendem Fieber oder Nachtschweiß, andauernden schweren Durchfällen oder dauernden Lymphknotenschwellungen, usw.

Wer ein HIV-Risiko hatte...

  • und einen Test machen möchte, sollte sich unbedingt ausführlich bei einer Aids-Beratungsstelle, beim Gesundheitsamt oder einem Arzt/Ärztin beraten lassen;
  • und keinen Test machen möchte, sollte sich zukünftig so verhalten, als ob er oder sie infiziert wäre: also konsequent Safer Sex mit allen Sexualpartnerinnen oder -partnern einhalten!

Beratung und Test

Rund ein Fünftel aller Menschen in Deutschland hat sich bereits einmal Sorgen gemacht, dass er oder sie sich mit HIV angesteckt haben könnte. Ob du ein Ansteckungsrisiko hattest, kann am besten in einem Gespräch geklärt werden. Ob du dich tatsächlich infiziert hast, kann man letztlich nur durch einen HIV-Test feststellen. Lass dich hierüber bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten. Informationen zum Test bekommst du auch bei der Telefon- und Online-Beratung der Deutschen Aidshilfe (DAH > Startseite!).

Ein Test kann anonym und meist kostenlos bei den Aids-Beratungsstellen der Gesundheitsämter gemacht werden. Auch einige Aids-Hilfen bieten inzwischen Tests an, (die AH SBH noch nicht!). Niedergelassene Ärzte können den Test im Rahmen der Klärung von Gesundheitsstörungen auf Kosten der Krankenkasse durchführen. Wer allerdings den Test anonym machen lassen möchte, bespricht dies und die Frage der Kosten mit seiner Ärztin oder seinem Arzt.

Grundsätzlich gilt: Der Test darf nur mit deiner Einwilligung durchgeführt werden. Eine Beratung vor dem Test und am besten auch nach Erhalt des Testergebnisses möchten wir dir sehr empfehlen.

>Das RKI informiert darüber, wie folgt:

Wie sicher ist ein negatives HIV-Testergebnis 4 - 6 - 8 - 12 Wochen nach einem möglichen Infektionsrisiko? Muss ich mich noch mal testen lassen?


Ein HIV-Test ist prinzipiell nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Infektionsrisiko bestanden hat, d.h. in erster Linie (im Hinblick auf sexuelle Risiken) nach einem ungeschützten Anal- oder Vaginalverkehr mit einer Person, von der nicht bekannt ist, ob sie HIV-infiziert ist oder von der bekannt ist, dass sie HIV-infiziert ist. Oralverkehr beinhaltet ein geringeres, aber nicht völlig auszuschließendes Übertragungsrisiko, in erster Linie wenn es zur Aufnahme von Sperma oder Vaginalsekret in den Mund kommt.

Falls eine HIV-Infektion übertragen wird, fällt der Nachweis von Antikörpern nach 4 Wochen in ca. 60-65% der Fälle positiv aus, nach 6 Wochen sind ca. 80% der Infektionen nachweisbar, nach 8 Wochen etwa 90% und nach 12 Wochen etwa 95%. Wo zeitlich die Grenze für ein sicheres Testergebnis gezogen wird, ist in gewisser Weise willkürlich. Nach unserer Erfahrung ist es extrem selten, dass eine Infektion erst später als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis nachweisbar wird und es ist durchaus denkbar, dass im einen oder anderen Fall, in dem längere Zeiten berichtet werden, es zwischenzeitlich doch noch ein neues Risiko gab, welches nicht angegeben wurde.

Ist ein Anteil von 5% der Infizierten, bei denen eine Infektion nach etwa 12 Wochen noch nicht nachweisbar ist, nicht sehr viel?

Die Angabe fünf Prozent bezieht sich auf alle tatsächlich Infizierten, nicht auf alle untersuchten Personen. In den meisten Einrichtungen, die HIV-Teste durchführen, ist aber nur etwa 1% der Untersuchten oder ein noch geringerer Prozentsatz HIV-positiv, davon sind die meisten schon längere Zeit infiziert, d.h. es handelt sich nicht um frische Infektionen. Personen mit einem frischen tatsächlichen Infektionsereignis (nicht Infektionsrisiko!) machen höchstens 10% der positiv Getesteten aus. Wenn man unter diesen Vorgaben hochrechnet, ist es etwa einer von 20.000 Untersuchten, bei denen eine frische Infektion nicht bereits nach 12 Wochen nachweisbar ist - auf Grund dieses Zahlenverhältnisses ist es unserer Ansicht nach gerechtfertigt, von einem extrem seltenen Ereignis zu sprechen.

Eine Nachuntersuchung länger als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis ist daher nach unserer Meinung nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z.B. aus versicherungsrechtlichen Gründen bei beruflichen Expositionen, oder wenn eine akute grippeähnliche Erkrankung (häufigste Symptome: Fieber, Allgemeinsymptome wie Kopf- und/oder Gliederschmerzen, flüchtiger Hautausschlag /Virusexanthem; unverdächtig ist hingegen eine "Erkältungssymptomatik" mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit) ohne offenkundige andere Ursache bis zu sechs Monate nach dem möglichen Infektionsereignis auftritt.

Eine PCR-Untersuchung (direkter Nachweis von viraler Nukleinsäure im Blut), die bei einer Infektion ggf. ein bis zwei Wochen früher positiv ausfällt als der Antikörpertest, wird bei Personen ohne klinische Symptome ausdrücklich nicht zur Diagnostik empfohlen, da dieser Test weniger genau ist als der Antikörpernachweis, d.h. das Risiko ist größer, dass ein solcher Test fälschlicherweise positiv oder fälschlicherweise negativ ausfällt. Darüber hinaus ist die PCR-Untersuchung sehr viel kostspieliger als eine Antikörperuntersuchung.
Quelle. RKI Stand: 25.11.2004<

PEP - Postexpositions-Prophylaxe


Als Postexpositions-Prophylaxe (PEP) bezeichnet man allgemein Maßnahmen nach möglichem Kontakt mit Erregern einer Infektionserkrankung, um deren Ausbruch zu verhindern oder deren Verlauf zumindest abzumildern. Die Maßnahme bei einer möglichen HIV-Infektion findet in Form einer medikamentösen Behandlung statt.

Bei einem HIV-Risikokontakt (zum Beispiel ungeschützter Geschlechtsverkehr oder Nadelstichverletzung) wird empfohlen, vor Ablauf von 24 Stunden mit einer postexpositionellen Prophylaxe zu beginnen. Die besten Ergebnisse sind innerhalb eines Zeitfensters von zwei Stunden zu erwarten. Mehr als 72 Stunden nach dem Ereignis wird im Allgemeinen keine PEP mehr empfohlen.

In jedem Falle muss eine entsprechend kundige Einrichtung (Arzt/Krankenhaus) aufgesucht werden, um im Einzelfall zu klären, ob eine solche Vorbeugung notwendig ist. Die (durchaus nicht von Nebenwirkungen freie) Standard-Therapie besteht derzeit aus einer Kombination von mindestens drei verschiedenen Medikamenten (grundsätzlich zwei Nukleosidanaloga und ein Proteasehemmer) und wird meist über einen Zeitraum von einem Monat angewandt. Je mehr Zeit vor Therapiebeginn vergeht, um so geringer sind die Erfolgschancen, eine möglicherweise erfolgte Infektion noch abzuwehren.


Die AH SBH versucht eine entsprechende Stelle im künftigen ZENTRALKLINIKUM Villingen-Schwenningen anzusiedeln!